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03. März 2021
Frittieröldiesel für den Klimaschutz
Biotreibstoffe reduzieren in der Schweiz 600 000 Tonnen CO2 pro Jahr – Tendenz steigend
Am Kaskadenprinzip «Teller-Trog-Tank» führt kein Weg vorbei. Der politische Wille lässt diesbezüglich keine Zweifel offen. Dass Nahrungs- und Futtermittel zu Treibstoffen verarbeitet werden, kommt in der Schweiz nicht infrage. Nur Abfälle und Reststoffe wie zum Beispiel Frittieröl oder Holzreste werden als Rohstoffe für Biotreibstoffe akzeptiert. Die gesetzliche Grundlage dazu liefert das CO2-Gesetz.

Fast unbemerkt reduzieren in der Schweiz abfallbasierte Biotreibstoffe unter diesen weltweit strengsten Auflagen mittlerweile rund 600 000 Tonnen CO2 pro Jahr. An der Tankstelle dürfen die Treibstoffanbieter ohne Deklaration beim Diesel maximal sieben Prozent Biodiesel beimischen; beim Benzin sind es maximal fünf Prozent Bioethanol. Damit halten sie sich an die international gültigen Normen.

Jeder Liter Biotreibstoff wirkt somit unmittelbar, ohne Komforteinbusse und unabhängig vom Fahrzeugtyp. Drei Faktoren führten ab 2013 zum Erfolg der Biotreibstoffe: die Befreiung von der Mineralölsteuer, die Kompensationspflicht der Mineralölwirtschaft sowie die damit verbundene Busse von 160 Franken pro nicht kompensierte Tonne CO2.

Mit der Totalrevision des CO2-Gesetzes steigt die Kompensationspflicht auf bis zu 20 Prozent, die Busse wird auf 320 Franken verdoppelt. Ab 2024 fällt zudem die Steuerbefreiung für die Biotreibstoffe als effizientestes Klimaschutzinstrument weg – obwohl für Bund und Konsumenten kostenneutral. Das Parlament tat sich entsprechend schwer mit der Totalrevision. Ein bewährtes Instrument bleibt jedoch bestehen.

Als Kompensationsgemeinschaft der Treibstoffimporteure übernimmt die Stiftung Klimaschutz und CO2-Kompensation (KliK) die vom Bundesamt für Umwelt ausgestellten Bescheinigungen zu einem Preis, der deutlich unter der angedrohten Busse liegt. Auf diese Art verteuerte die Kompensationspflicht den Treibstoff an der Tankstelle in den letzten sieben Jahren um lediglich anderthalb Rappen pro Liter. Das wird sich mit dem neuen CO2-Gesetz ab dem 1. Januar 2022 ändern.

Das Parlament deckelt zwar den Aufschlag auf maximal zwölf Rappen pro Liter. Branchenvertreter rechnen jedoch glaubhaft vor, dass dies nicht reichen wird. Dass die Treibstoffimporteure den Preisaufschlag nicht aus der eigenen Tasche bezahlen werden, sollte niemanden überraschen. Mit dem Referendum erhält das Stimmvolk im Juni 2021 die Möglichkeit, über das Preisetikett der Energiestrategie 2050 zu befinden.

Quelle: oekotipp
 
 
 
 
03. März 2021
2. Bioheizöl-Tagung 2021
Dienstag, 2. März 2021
Am 2. März 2021 haben Biofuels Schweiz, die Informationsstelle Heizöl und Swissoil die 2. Bioheizöl-Tagung als Online-Veranstaltung durchgeführt.

Die Referenten haben aus erster Hand über folgende Themen informiert:
- KliK-Kompensationsprogramm Heizöl Bio
- Heizöl Bio als MuKEn-Standardlösung
- Zolltechnische Fragen
- Normung von Heizöl Bio
- Erfahrungen mit Testanlagen

Die Präsentationen und Videos aus der Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link:
2. Bioheizöl-Tagung
 
 
 
 
27. Januar 2021
Unterrichtstag an der ZHAW
Praxisinput für die Studierenden
Bereits zum 6. Mal seit 2016 führte Biofuels Schweiz Dank der Organisation von Dr. Hans-Joachim Nägele von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) von Wädenswil einen Schulungstag für angehende Umweltingenieure durch. Im Modul «Biogene Energieträger» oder neuerdings «Biomasse als Ressource» wurden den Studierenden am Vormittag aktuelle Informationen über die Politik, den Markt und der CO2-Kompensation von biogenen Flüssigtreibstoffen präsentiert. Wegen Covid-19 erfolgten die Schulung und die Diskussionen erstmals online über Teams.

Ebenfalls zum ersten Mal konnte das Tanklager Auhafen (TAU) für einen Block am Nachmittag dazugewonnen werden. Via Teams gab es einen Rundgang durch das Tanklager nahe von Basel. Olivier Waldner, Geschäftsführer der TAU, führte durch das Tanklager und kommentierte trotz teilweise starkem Schneefall live vor Ort. Durch die Übertragung via Teams konnten die Studierenden zu jederzeit Fragen stellen.

Die Studierenden vom Modul «Biomasse als Ressource» befinden sich im letzten Semester ihres Fachhochschul-Bachelor-Studiums. Die praxisnahen Inputs und teils kritischen Bemerkungen von Ulrich Frei führen die Studierenden Jahr für Jahr aus der Hochschul-Bubble hinaus. Auch in diesem Jahr konnten die angehenden Umweltingenieure und Umweltingenieurinnen von dem Unterricht profitieren und waren insbesondere auch von der Grösse der Treibstofftanks beeindruckt.
 
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